Semkye Ling

Semkye Ling - das ist Tibetisch und bedeutet  "der Ort, an dem das Mitgefühl entfaltet wird". Diesen Namen trägt das Meditationshaus des Tibetischen Zentrums, welches nun bereits seit 20 Jahren als Zweitstandort für buddhistische Seminare und Meditationen genutzt wird. Es liegt in der Lüneburger Heide, eingebettet in eine ruhige, idyllische Umgebung und bietet somit die idealen Rahmenbedingungen für all jene, die Meditation erlernen oder vertiefen und innerlich zur Ruhe kommen wollen. 

 

Auch das alljährliche Sommerfest des Tibetischen Zentrums findet in Semkye Ling statt. Während 10 Tagen haben alle Interessierten die Möglichkeit, dieses Fest zu besuchen um Erläuterungen zu buddhistischen Themen zu hören, mit der ganzen Familie auf dem eigens dafür zur Verfügung gestellten Zeltplatz Ferien zu verbringen oder einfach auch nur tageweise die friedliche Atmosphäre in dieser wunderschönen Umgebung zu geniessen. Auch wir haben die Gelegenheit genutzt, nach Semkye Ling zu fahren und einige Tage dort zu verbringen. Es war schön für uns, ein Teil dieses grossartigen Anlasses sein zu können und zu erleben, mit welcher Freude die Mitarbeitenden und Helfer/innen ihren Beitrag dazu leisteten, dass dieser Anlass für alle ein unvergessliches Ereignis bleiben wird. Mit spannenden Vorträgen, köstlichem Essen, kreativen Freizeitaktivitäten und sogar einem Erlebnis-Kindergarten für die Kleinsten unter den Besuchern war dafür gesorgt, dass sich alle rundum wohl fühlen konnten. Für uns war dies ein wunderschöner Abschluss und wir nehmen viele freudige und farbige Eindrücke aus unserer Zeit in Hamburg & Semkye Ling mit nach Hause.

 

Ja... und somit sind wir nun am Ende dieser Auszeit angelangt und blicken auf ein ausserordentlich spannendes und erlebnisreiches Jahr zurück. Obwohl vieles ganz anders gekommen ist als wir es ursprünglich geplant hatten (wir haben dies in unserem ersten Beitrag erwähnt), können wir rückblickend von ganzem Herzen sagen, dass sich dieses Jahr in eine wunderbare Richtung entwickelt hat. Wir blicken zurück auf eine Zeit voller inspirierender und berührender Begegnungen mit Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen, auf eine Zeit, in der wir wiederum sehr viel Kostbares über andere Länder und ihre Traditionen lernen konnten und nicht zuletzt auf eine Zeit, die uns die Möglichkeit gegeben hat, uns vertiefter mit dem Studium und unserem Leben auseinander zu setzen. Für diese Fülle von Erfahrungen sind wir äusserst dankbar und möchten an dieser Stelle auch all jenen Menschen unseren Dank aussprechen, die dazu beigetragen haben, dass dieses Jahr für uns zu einer so unvergesslich schönen und bereichernden Zeit werden konnte. 

 

Nun naht für uns der Abschied aus Hamburg - was uns nicht ganz leicht fällt, da wir uns hier wirklich sehr wohl gefühlt haben... Gleichzeitig sind wir jedoch auch glücklich darüber, wieder mit Familie & Freunden vereint zu sein und sind gespannt auf all die kleinen und grossen Herausforderungen, die das Leben zu Hause für uns bereithält! :-) 

 

Wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen mit euch allen und senden herzliche Grüsse aus Hamburg!

Eveline und Patric

 

Hamburg City

3 Monate haben wir nun in Hamburg verbracht und haben währenddessen auch die Zeit genutzt, die Hamburger Innenstadt mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten etwas näher kennen zu lernen.  

 

Eines unserer ersten Ausflugsziele war "Deutschlands Tor zur Welt"  - der Hamburger Hafen - der täglich Anlaufstelle für eine Vielzahl von Schiffen aus aller Welt ist. Rund 10'000 Seeschiffe sollen jährlich in den drittgrössten Hafen Europas einlaufen, der mit einer Fläche von 7200 Hektar eine beachtliche Grösse aufweist. Man könnte Tage damit verbringen, mit Schiffchen und Bussen durch den Hafen zu fahren um mehr über seine Geschichte und die heutige Entwicklung in Erfahrung zu bringen. Doch Patric und ich haben uns fürs Erste für den Bereich der Landungsbrücken, die Hafencity und die Speicherstadt entschieden. Unser Ausflug hat an den Landungsbrücken im Stadtteil St. Pauli begonnen, von wo aus wir mit einer kleinen Fähre zur Hafencity gefahren sind und auf dem Weg dorthin bereits erste Eindrücke von der riesigen Hafenanlage, einfahrenden Schiffen und hoch gestapelten Containern mit Waren aus aller Welt sammeln konnten. 

 

Angelegt hat unsere Fähre dann direkt vor dem neusten Wahrzeichen Hamburgs - der Elbphilharmonie - einem riesigen Konzerthaus in der Hafencity, das Tradition und Moderne in einem Gebäude vereint. Die Hafencity ist eine der derzeit grössten innerstädtischen Baustellen Europas. Hier entsteht ein komplett neuer Stadtteil, der (nach seiner Fertigstellung im Jahre 2025) die Fläche der Hamburger Innenstadt um ganze 40% vergrössert haben wird. Wir haben einen Spaziergang durch den bereits fertig gestellten Teil am Dalmannkai gemacht, der wirklich schön geworden ist und mit seinen vielen netten Cafés & tollem Ausblick auf Elbe und Hafen zum Schlendern und Verweilen einlädt.

Unmittelbar angrenzend an diesen Teil der Hafencity befindet sich die Speicherstadt, eine der Hauptattraktionen Hamburgs. Die Speicherstadt gilt als der weltweit grösste zusammenhängende Komplex von Lagerhallen und wurde ab 1883 erbaut. Gelagert wurden hier früher hochwertige Güter wie Kaffee, Tee, Gewürze und Kakao. Heute sind in der Speicherstadt vorwiegend Agenturen, gastronomische Betriebe und eine Vielzahl an Museen und Ausstellungen untergebracht. Eines der Museen haben wir besucht - das Gewürzmuseum mit dem Namen Spicy's. Hier konnten wir viele interessante Details über Geschichte, Handelsrouten, Anbau und Verwendung von Gewürzen erfahren, denen nicht nur wegen ihrer köstlichen Aromen, sondern auch wegen ihrer Heilwirkung seit Jahrtausenden in allen Kulturen dieser Welt grosse Bedeutung beigemessen wird. 

 

Aber nicht nur die Region um den Hafen herum, sondern auch die Hamburger Innenstadt hat einiges an spannenden Sehenswürdigkeiten zu bieten. So haben wir bei einem unserer Spaziergänge durch die Stadt zum Beispiel die St. Michaelis Kirche entdeckt, die von aussen betrachtet zwar sehr imposant aber eher düster aussieht, im Innern jedoch ein echtes Juwel ist. Schöne Bauwerke haben wir auch rund um den als Flanier- und Shoppingmeile bekannten Jungfernstieg gefunden, an welchem als wohl bekanntestes Gebäude das Hamburger Rathaus steht - ein wirklich beeindruckendes Bauwerk! 

 

Als Kontrast zu den vielen Gebäuden und Strassen gibt es in Hamburg auch einige wunderschöne Parkanlagen, von denen uns "Planten un Blomen" besonders gut gefallen hat. Der Name ist, wie wir gelernt haben, plattdeutsch und bedeutet Pflanzen und Blumen. Dieser riesige Park beherbergt diverse Themengärten, wovon wir den Rosengarten, den japanischen Landschaftsgarten sowie den botanischen Garten mit dem dazugehörigen Tropenhaus besucht haben. Gerade bei sommerlichen Temperaturen ist es besonder schön, sich mitten in dieser liebevoll gestalteten Anlage auf eine der vielen Parkbänke zu setzen und die Umgebung zu geniessen. 

 

Insgesamt können wir sagen, dass uns Hamburg mit allem was wir bisher gesehen und erlebt haben wirklich ans Herz gewachsen ist und wir uns in den vergangenen 3 Monaten auch immer wieder an der Offenheit und Herzlichkeit der Hamburger Bevölkerung erfreut haben. Besonders schön finden wir auch, dass hier viel Wert auf kulturelle Offenheit gelegt und der Dialog zwischen verschiedenen Kulturen und Religionen gefördert wird. 

 

Nun geniessen wir noch die verbleibende Zeit hier in Hamburg, bevor wir dann definitiv die Heimreise antreten. Einige Tage werden wir sicherlich noch in der Lüneburger Heide verbringen, wo wir das alljährliche Sommerfest des Tibetischen Zentrums besuchen wollen. Wir hoffen auf schönes Wetter, so dass wir auch davon ein paar bildliche Eindrücke mit euch teilen können.